| Praktikant/-in “BILD-Leser-Reporter” |
Die BILD praktiziert seit einigen Wochen (Launch war zur WM) unter dem Titel “BILD-Leser-Reporter” eine Art Grassroot-Journalismus der weniger schönen Sorte: Leser schicken mit dem Handy geschossene Promi-Bilder (das geht noch, finde ich) oder Unfall-Bilder (schlimme Sache) ein und erhalten 500 Euro, wenn sie abgedruckt werden. Natürlich wird in anderen Medien diskutiert, was das noch mit Journalismus zu tun hat.
Nun scheint die BILD aber ein ganz praktisches Problem zu haben. Offenbar werden ihnen häufig Bilder untergeschoben, die die Leser gar nicht selbst gemacht haben. Daher suchen sie nun schnellstmöglich eine/n Praktikant/-in, der/die das kontrolliert:

BILDblog legt unter dem Titel “Hänschen Esser gesucht” (mit dem BILDblog dokumentiert, dass sie sich im Gegensatz zur BILD an Leser mit Vorbildung wenden: Hans Esser war der Deckname, unter dem sich Günter Walraff in den Siebzigern in einer BILD-Redaktion arbeitete; das Ergebnis war das Buch “Der Aufmacher) nahe, dass es damit wohl auch nicht besser werde.
Mich hat es daran erinnert, dass die Verlage eigentlich immer schon vorneweg waren, wenn es darum ging, unbezahlte oder schlecht bezahlte Praktikanten oder Volontäre zu beschäftigen. Und diese Erkenntnis fand ich gerade, am heutigen Sonntagmorgen, ganz lustig.
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2 Kommentare zu diesem Artikel
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Besonders toll finde ich in der Anzeige diese Zeile:
“gute deutsch Kenntnisse” (sic!)
Frank Huber
Bleibt nur die Frage: Wer bezahlt die neuen, jungen Wallraffs? Ich hatte da eine Idee:
http://blog.firstmedia.de/?p=28