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keine Bewerberpöbeleien, wenn’s möglich ist

Von Peter Hogenkamp am 19. September 2006 um 20:25 Uhr Kommentare (5)
Kategorien: Jobs

Blogwerk sucht Blogger, derzeit per Inserat hier oder hier, und demnächst inserieren wir auch noch in Deutschland.

Wir freuen uns sehr, dass wir schon etwa 25 Bewerbungen erhalten haben. Auch wenn wir aufgrund unseres Budgets nicht 25 Leute einstellen können und das auch nie vorhatten. Ich dachte, es wäre erlaubt, in so einem Prozess auch ganz normale, freundliche Absagen zu schreiben.

Wir freuen uns nämlich weniger, wenn abgelehnte Bewerber anfangen, uns anzupöbeln (”solch ein Gestammel wie in Ihrer Absage”), unhaltbare Behauptungen aufzustellen (”Senden Sie mir doch nicht einfach ein Standard-Mail - Sie waren gar nie auf meinen Blogs”) und zu schliessen: “Das enttäuscht und ruft nach Blog-Einträgen.”

Wir können niemanden verbieten, über uns zu posten, aber bei aller Verwunderung sind wir trotzdem nicht so abgebrühte Personaler, dass uns sowas nicht auch irgendwie belasten würde.

Also, wer mit einer Absage nicht umgehen kann, der soll sich doch bitte nicht bewerben. Danke.


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5 Kommentare

caviglia

Guten Tag Herr Hogenkamp

Ich hätte da noch einen Nachtrag zu unserem Kontakt, eine weiterführende Blogidee. Sie wissen ja, wie Sie mich erreichen.

Peppige Grüsse
Daniela A. Caviglia


[…] Weil ich mich im Internet sowieso resozialisiere, konspiriere ich heimlich mit dem abartigen Luci oder mit dem ewigstummen Kami3000. So werde ich vernetzt und fühle mich bald in der Bloglandschaft integriert. Aus meinem Refugium palavere ich also euren Erwartungenzu Grunde, denn schliesslich bin ich DER DISSIDENT und muss meine billigen Invektiven verbreiten. Doch verwundert euch nicht, wenn ich keinen verschone, denn das Blog erlaubt auch einem Dissidenten eine hörbare und schnelllebige Stimme. Somit ist die Gesellschaft verdammt, jedem noch so wichtigen Wicht zuzuhören, sofern man ihn nicht vorzeitig wegklickt oder anderweitig abspeist, der irrglaubt, seine Meinung bewege die Welt. […]


Andreas Hobi (schweizweit.net)

Würde mich interessieren, wie diese Personen im Real Life auf Job-Absagen reagieren… ;o)


Peter Hogenkamp

Hallo Andreas
Gute Frage. Ich hab im real life auch schon diverse Varianten erlebt. “Du kannst es Dir nicht leisten, mich nicht einzustellen”, ist ein Beispiel von 1992, an das ich mich noch erinnere. Von daher ist es nicht nur ein Online-Phänomen, aber online ist es sicher einfacher zu pöbeln, wie immer.
Gruss, Peter
PS. Ich hoffe, wir sehen uns mal im Zug. Achte immer auf die Namenschilder, seit ich Dein Blog lese. :-)


Andreas Hobi (schweizweit.net)

Ich wusste gar nicht, dass Du meinen Blog liest; welche Ehre! :)

Du musst nur fleissig Zug fahren, dann sehen wir uns bestimmt irgendwann. Einer meiner Leser hatte das “Vergnügen” schon mal. ;o)


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