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Creative Weblogging wechselt zu «Pay per Post»

Von Peter Hogenkamp am 26. Februar 2008 um 09:02 Uhr Kommentare (11)
Kategorien: Blogs, Konkurrenz

Eben gelesen im Freelancer-Blog selbst-und-staendig: Ich bin dann mal weg.

Aus unserer Blogwerk-Sicht interessanter Auszug:

Eine der neuen Werbeformen werden sponsored posts sein, d.h. wir Blogger müssen zu bestimmten Produkten und/oder Dienstleistungen bloggen. Und das geht für mich nicht. Mit der Werbung rings um den redaktionellen Teil herum komme ich gut klar - ich konnte mich immer inhaltlich austoben wozu und wie ich wollte.

Aber bestimmte Produkte/Dienstleistungen beposten zu müssen noch dazu mit dem ausdrücklichen Geheiß, sie nicht verreißen zu dürfen (verständlich aus Sicht der Kunden), passt nicht zu meiner persönlichen Philosophie dieses Blog betreffend.

EDIT: Dieser Absatz wurde inzwischen im Originalpost gelöscht, vermutlich von Nadine Dressler, die auch hier und hier kommentiert hat. Burkhard Schneider hatte die Passage auch rauskopiert.

Die Kollegen von Creative Weblogging machen also auf trigami - aber anders als trigami mit ihrem internen Team (nicht mit einem losen Netzwerk von Auftragsbloggern) und offenbar der klaren Massgabe, dass man nichts Schlechtes schreiben darf.

«Verständlich aus Sicht des Kunden» findet das Elke; wir finden dagegen nach wie vor, dass «Pay per Post» ein Konstruktionsfehler ist. Wer gegen Bezahlung bloggt - Ergänzung: im Sinne von: ein Thema deswegen auswählt, weil er dafür bezahlt wird -, kann nicht erwarten, dass der Rest, den er/sie schreibt, noch ernst genommen wird.

Und daher weisen wir aus diesem gegebenen Anlass gern wieder einmal darauf hin (weil auch immer wieder Anfragen kommen), dass Blogwerk aus diesen Gründen nie «Pay per Post» als Werbeform angeboten hat und das auch niemals tun wird.

Bei uns funktioniert alles noch so, wie es bei klassischen Verlagspublikationen zumindest noch im Lehrbuch steht: mit strikter Trennung zwischen Verlag und Redaktion. Die Redaktion schreibt gemeine Sachen, und die Unternehmen müssen Werbung schalten, um den Imageschaden zu flicken.

Apropos, Werbetreibende: Fabienne Steiner, eine ganz nette, sympathische, kompetente, rabattfreudige (aber nur im Notfall!) Dame, freut sich auf Ihren Anruf unter +41 43 500 21 57.


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11 Kommentare

frank

Och, ich hab es schon an vielerlei Orten kommentiert. Ich finde, gegen Pay per Post ist grundsätlich nichts zu sagen. Die Frage ist halt, wie man es macht, zu welchem Zweck der Kunde einen Beitrag ordert, wie ein solcher Blogeintrag honoriert wird und welches Konzept direkt mit dem Eintrag verbunden ist.
Wenn man nämlich die zumeist auf SEO ausglegten Einträge der trigami-Kunden betrachtet, dann stellt man leicht fest, dass es vor allem an Konzept und Strategie mangelt und das unterm Strich Spam herauskommt.


Peter Hogenkamp

Ich finde das Problem grundsätzlicher. Werbung ist klar definiert, das versteht jeder Fünfjährige.

Um eine «Publireportage» zu verstehen, muss man vermutlich schon deutlich medienerfahrener sein: Da schreibt die SBB-Promo-Abteilung im Layout von 20 Minuten. Aber wenn man es mal kapiert hat, geht’s.

Wenn dagegen jemand heute über Sachen schreibt, weil er sie wichtig findet, und morgen über Sachen, für die er bezahlt wird, ist das immer wieder ganz schwer kommunizierbar, ganz egal, wie der Disclaimer-Button aussieht. Deswegen kann Remo (den ich als Person sehr schätze) machen, was er will, der grundsätzliche Webfehler (von weben, nicht von Web) bleibt.

Einiger müssen wir uns nicht werden zu dem Thema. :-)


/sms ;-)

was auch jeder fünfjährige versteht: papi steht total auf porsche. ist keine werbung. ist aber die beste werbung.

möglichst einfach. aber nicht einfacher


[…] RSS-Reader und auch nicht auf der Startseite des Blogs zu finden ist. Was soll das denn? Dank eines Postings von blogwerk bin ich über das Posting […]


Nadine

hi peter,

sorry - aber so kann ich das keinesfalls unkommentiert lassen ;)

bei uns funktioniert das wie du auch geschrieben hast wie in einer zeitungsredaktion. pr, werbung und redaktionelle teile sind strikt getrennt.

elke, unsere autorin von http://selbst-und-staendig.de, hat uns mit ihrem abschiedspost ein bein gestellt, über das einige stolpern werden. warum? das weiß ich leider nicht.

wir haben auch noch einen zweiten ansatz, der wie in einer normalen redaktion gilt: es darf nicht nur freimütig behauptet werden, es müssen beweise her. deshalb habe ich diesen beitrag offline genommen.

leider hat elke ein paar fakten durcheinander gewürfelt, vielleicht sind sie ihr auch nicht bekannt - was sie nicht von der wahrheitspflicht entbinden sollte.

ich erzähl dir ganz gern ein wenig über unsere einnahmequellen und werbeformen. und würde mich auch freuen, wenn du das ganze wieder richtig stellst.

auch das ist wie bei der zeitung, ebenso wie unsere kalkulation: anzeigen in bannerform, dazu für unsere kunden pr. alles gekennzeichnet.

aber ich will mich/uns nicht erklären. es kommt mir nur doch ein wenig schräg vor, was hier abgeht, typisch blog halt! und deshalb nun noch mal zu deinem beitrag…

Wer gegen Bezahlung bloggt, kann nicht erwarten, dass der Rest, den er/sie schreibt, noch ernst genommen wird

was willst du damit sagen? ich verstehe nicht so ganz… creative weblogging beteiligt seine blogger an den einnahmen - wir bezahlen unsere blogger, genau wie ihr. sind wir nun alle nicht mehr ernst zu nehmen?

ps: frag mich doch, wenn du was über uns schreiben möchtest.


Peter Hogenkamp

Wer gegen Bezahlung bloggt - im Sinne von: ein Thema deswegen auswählt, weil er dafür bezahlt wird - kann nicht erwarten, dass der Rest, den er/sie schreibt, noch ernst genommen wird.

So war’s gemeint.

Sorry, wenn ich Euch zu nahe getreten bin. Ich habe einen Blogpost gelesen und den kommentiert. Und im übrigen geschrieben, was ich von Pay per Post seit Jahren halte und auch immer schon gesagt habe. Was soll ich da richtigstellen?


Jan

Mh, also ich kann den Artikel noch abrufen und wenn, dann wäre wohl direkt dort ein Hinweis am besten platziert?


Nadine

peter, deine überschrift :)

mein problem mit elkes beitrag ist, dass er den falschen eindruck macht und diese in die “blogosphäre” trägt.

creative weblogging wird nie nie nie zu pay per post wechseln. wir lassen uns nichts vorschreiben, was die inhalte betrifft. das läuft ein wenig anders - wir sind blogger :)


Rinaldo

Die Leute lesen keine Werbung. Sie lesen das, was sie interessiert. Und manchmal ist es eine SBB-Publireportage im 20 Minuten Layout.


Peter Hogenkamp

OK, vielleicht ist die Überschrift überspitzt, aber das finde ich legitim.

Die Tatsache, dass Du den Absatz jetzt aus dem Originalpost rausgelöscht hast, ohne Edit-Vermerk oder irgendwas, spricht aus meiner Sicht Bände. «Wir sind Blogger»? OK, dann sind wir andere Blogger als ihr.

Ich will hier keinen Flamewar vom Zaun brechen, zumal es so aussieht, als mache ich das mit dem Hintergedanken, einem Konkurrenten eins auszuwischen. Und wir hatten ja auch schon mal netten Kontakt per Mail.

Aber meine Meinung steht. Pay per Post ist Mist und Zensur erst recht.


Nadine

Hm, ich versteh dich, doch Zensur ist was anderes. Der Wahrheitsfaktor ist ausschlaggebend.

Warum soll ich etwas veröffentlichen, was nicht stimmt? Der RSS-Feed ist ausgeliefert, der Text im Blog um die fragwürdigen Bemerkungen gekürzt.

Mein Job ist so ein bisschen wie bei einem Chefredakteur. Der editiert Texte auch, ohne dem Leser dazu eine Erklärung zu geben, warum. Und ein Chefredakteur streicht, ohne einen Vermerk das oder was gestrichen wurde.

Für mich ist die Sache erledigt. Wer sich für das Geschäftsmodell von Creative Weblogging interessiert, kann dazu bald mehr lesen. Werbung in Blogs ist nicht einfach, deshalb werde ich einmal genauer darauf eingehen, wie wir das Thema handhaben.


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