Kleine CRM-Freuden, Teil I
 
, 6. Februar 2010 um 10.56 Uhr, 5 Kommentare

War gestern Abend bei einer Veranstaltung an der Börse zum Thema SchweizerDialog. Klaus J. Stöhlker war auch da und wird übers Wochenende bloggen, worum es geht, hat er angekündigt. (Habe kurz versucht, ihn etwas zu ärgern, indem ich bei der Vorstellung gesagt habe, ich sei «Kommunikationsberater 2.0» – weiss aber nicht, ob es gewirkt hat. Nehme natürlich an, dass nicht, denn wieso sollte sich so ein verdienter Mann von einem Jungspund wie mir ärgern lassen.)

Ich blogge heute nur über eine Nebensächlichkeit, vom Hauptthema erzähle ich dann bei Gelegenheit.

Hinterher beim «Apéro riche» (für Zugereiste: es gibt neben Alkohol auch Kleinigkeiten zu essen, konkret u.a. exzellente Schinkengipfel) sprach mich jemand an und sagte, er sei Doktorand vom «XY Institute» (Namen bekannt) und habe heute unser Whitepaper Social Media Marketing runtergeladen, um es auf der Zugfahrt zu lesen. Ach ja, ich weiss, antwortete ich, Du hast beim Wort «Institute» einen Tippfehler gemacht.

Er sagte nichts, schaute aber sichtlich ungläubig. Also holte ich das iPhone raus und zeigte ihm in der Salesforce Mobile App seinen Eintrag (das geht recht schnell, weil die Daten synchronisiert werden und lokal gespeichert sind). Tatsächlich, er hatte «Insitute» geschrieben.

Aber richtig schockierend für ihn war wohl die Tatsache, dass direkt darunter steht: «Lead-Status: Unqualifiziert». Nicht qualifiziert zu sein entspricht natürlich nicht dem Weltbild eines Doktoranden. Ich konnte ihn beruhigen und sagen, dass das nur heisst, dass wir ihn nicht morgen anrufen, um ihm was zu verkaufen, und dass er für uns natürlich trotzdem ein wertvoller Kontakt sei, denn er könne ja in einigen Jahren irgendwo PR-Verantwortlicher mit Riesenbudget sein, und dann rufen wir ihn natürlich auch gern an. Das versöhnte ihn etwas.

Fazit: Es macht immer wieder Spass, einen organisierten Eindruck zu machen. Und Salesforce hilft mir in letzter Zeit sehr oft dabei. Teil II folgt. (Nein, ich habe nicht das Business gewechselt, wir machen immer noch Social Media und nicht CRM. Ich merke aber immer mehr, wie beide Bereiche zusammen spielen müssen, um etwas zu erreichen.)

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5 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Markus Winde

    schrieb am 6.02.2010 um 13:58 Uhr (#)

    Sie machen keinen organisierten Eindruck. Sie sammeln Personendaten, übertragen diese in die VSA und werten sie weiter aus. Alles ohne Einwilligung. Danach prallen Sie bei Ihrem Opfer auch noch damit.

  2. John Doe

    schrieb am 6.02.2010 um 15:08 Uhr (#)

    VSA? Was ist das denn?
    Etwas die “Verbandsgenossenschaft für Simmentaler Alpfleckviehzucht und Alpwirtschaft”?

    Sie prallen damit? Was genau ist denn bitte prallen?

    Das Nutzen eines CRM ist doch vollkommen legitim, verstehe die Aufregung nicht.

  3. Peter Hogenkamp

    schrieb am 6.02.2010 um 16:22 Uhr (#)

    Verstehe ich ebenfalls nicht. Was sollte denn sonst mit den Daten passieren, um die man vor dem Download des Whitepapers gebeten wird? Wenig sinnvoll, sie nur aus Spass eingeben zu lassen.

  4. Markus Winde

    schrieb am 10.02.2010 um 13:30 Uhr (#)

    Der Downloader hat keine Ahnung was sie für ein CRM haben und was sie mit den ganzen Daten machen. Muss jemand bei Ihnen immer vom schlimmsten ausgehen?

  5. Peter Hogenkamp

    schrieb am 10.02.2010 um 13:33 Uhr (#)

    Macht es einen Unterschied, ob wir die Daten in Salesforce oder Excel abspeichern?

    Was wir mit den Daten machen: Wir schicken gelegentlich eine Mail.


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