… ist nach einem umfassenden Copy/Paste-Workshop schon praktisch fertig, wie man sieht:

(Bild ist natürlich extra verfremdet aus Datenschutzgründen, nicht etwa, weil das LG Mobile KG800 Chocolate keine besseren Fotos machen könnte…)
“Unsere” liebe
Praktikantin Chief Multimedia Officer (CMO) Christina Schmid ist für die Aktion der Basler Zeitung baz-schweizweit als eine von zehn “jungen Leserinnen” die ganze Woche quer durch die Schweiz unterwegs.
Was Ihr dabei widerfährt, liest man in ihrem Blog unter shibby.kaywa.com, in der oben verlinkten MMS-Galerie und auch noch in der Zeitung, siehe links (ganzer Ausschnitt). Und dann kann man die noch im Radio hören, aber erst am Mittwoch.
Ich finde, das ist eine tolle Aktion und schaue natürlich seit gestern immer nach, was es Neues gibt. Dazu gleich noch zwei kleine Anmerkungen, liebe baz:
- Auf dieser Galerieseite wäre es schon cool, wenn es auch eine Ansicht “nur neue” gäbe (eigentlich, das nur nebenbei, will ich einen Feed). Dann würde ich durchaus auch die neuen MMS-Fotos von Harald Binder (24) aus Allschwil anschauen. So denke ich immer “Bild 4 / 157, puhh, schnell weg!”
- Es wäre toll, wenn man die Bilder direkt verlinken könnte, dann hätte ich jetzt oben Harald Binder (24) verlinkt.
Man merkt: Wir sind alle Feed-verdorben. Oder Web-2.0-verdorben, wenn man die “granular adressibility of content” zitieren will. JavaScript-Popups haben mich immer schon genervt, aber jetzt kann man den Leuten ein aktuelles Buzzword entgegenschleudern.
Aber ich schweife ab. Wie gesagt, eine gute Aktion ist das, und auch gut und modern umgesetzt. Obwohl man natürlich noch viel mehr Aktualität haben könnte, wenn man das nächste Mal die Zeitung weglassen würde… Aber dann natürlich auch viel weniger Leser, das geben wir schon zu. Noch.
Sollte mal wieder was posten, wird mir wohlmeinend geraten. Stimmt einerseits. Andererseits habe ich aber auch gern etwas zu sagen, wenn ich poste, anstatt nur ein müdes Nur-Lebenszeichen von mir zu geben.
Nun, leben tun wir sowieso noch. Darüber hinaus könnte ich schreiben, gut, dass endlich die WM vorbei ist (auch schon wieder acht Tage), weil sie uns doch ordentlich vom Arbeiten abgehalten hat, mit Gucken und Mitfiebern und Hinfahren natürlich, und anfangs auch noch mit Bloggen und Podcasten. Aber neben der reinen Fussballfreude hat sie uns auch runde 300’000 Page Impressions bei neuerdings und im Ticketblog eingebracht, und undankbar sind wir nun wirklich nicht. Also Danke, deutsches OK und Yahoo, für Euer absurdes Ticketingsystem. Laut Bild managt Ihr vielleicht nächstes Mal wieder den Ticketverkauf? Wir wären dabei.
Sonst arbeiten wir an einem neuen Theme, das besser aussieht, besser funktioniert und vor allem die (kommenden) Blogwerk-Blogs besser untereinander verlinkt. Milos von Superdeluxe ist derzeit sehr aktiv und besticht durch sein breites Wissen über schöne Umsetzungsdetails bei anderen Blogs. Ich bin gespannt. Bis wir die neue Templates in Betrieb haben (ich wage es, mich festzulegen: Ende nächster Woche Tja, wir haben nun wirklich einige Manntage konsequenter, konzentrierter Arbeit in das Ding investiert, aber heute können wir es trotzdem noch nicht launchen, es sind doch noch zu viele Baustellen. Und wegen Ferienabwesenheiten wird es daher Mitte August. Den Content hochzuhalten während der Ferien ist noch wichtiger.), werden wir nichts Neues mehr launchen und auch den hier angekündigte Blogsplit nicht vollziehen. Daher sitze ich etwas auf heissen Kohlen, denn ich musste mir schon x-mal einen Blogreflex verkneifen, wenn die Inhalte nirgends reinpassten – ich kann ja nicht erst sagen kann, ich mache themenspezifische Blogs, und dann poste ich über Kraut und Rüben. Umso mehr freue ich mich schon auf mein privates Kraut-und-Rüben-Blog im neuen Blogwerk-Design.
Das gesagt habend, hier nun doch etwas, das zu nichts anderem passt: Liebe ZIA, ich freue mich, dass wir unser Blogwerk-Brainstorming im Januar gemacht haben; schon läppische sechs Monate später könnte ich mir Euch entweder nicht mehr leisten, weil Ihr als Shootingstars am Affirmationshimmel die Preise verzehnfacht habt, oder weil Ihr halbherzige Brotjobs sowieso nicht mehr macht. Letztes Wochenende war ich in Berlin, aber Ihr wart mir gerade zu prominent und standet sicher ununterbrochen vor Fernsehkameras, so dass ich mich beim nächsten Mal wieder melde. Sehr herzlichen, neidlosen Glückwunsch. Ich finde natürlich alles toll, was Ihr macht, aber das Vorstellungsvideo am besten.
Marcel Marchon gab mir schon vor ein paar Wochen dieses berechtigte Feedback:
hab grad gedacht – eigentlich solltet Ihr doch euer corporate blog eher unter “blog.blogwerk.com” laufen lassen und unter der haupt-domain “blogwerk.com” sowas aehnliches wie das hier http://marchonblogs.com/ machen – eine uebersicht ueber aktuelle postings von all Euren blogs (plus ein paar statische seiten ueber Euch und die firma – “ueber uns” etc.).
Das stimmt natürlich, da hab ich beim Aufsetzen einen Denkfehler gemacht.
Ausserdem, wenn mir noch oft Sachen geklaut werden (schon wieder gefunden), läuft das Blogwerk-Blog ohnehin Gefahr, zu meinem persönlichen Erzähl-Outlet zu werden, und das ist auch nicht die Idee.
Fazit: Beim geplanten “Redesign” (falsches Wort, es geht nicht nur um Design, sondern darum, alle Blogs auf ein neues Template zu portieren) in ca. zwei Wochen werden wir das umstellen. Dann ändert sich einmal auch der Feed von dem hier, aber Ihr 100 Leser werdet es verkraften…
Während ich das hier schrieb, sass ich in Dortmund beim Hauptbahnhof zwischen Hunderten von Samba-tanzenden Brasilien-Fans hinter mir und Dutzenden von fernsehschauenden Spanien-oder-Frankreich-Anhängern vor mir, und sah mir mit einem Auge das unerwartete 1:3 an. Weil man ja weiss, dass man bei Massenaufläufen auf seine Sachen achten sollte, hatte ich ein Stuhlbein in die Mitte des Tragegurts von meiner Laptop-Tasche gestellt. Nun ja, im nachhinein ist natürlich selbstkritisch anzumerken, dass das nicht eben die hundertprozentige Diebstahlsicherung war, weil man ja den Gurt an beiden Enden locker aushaken kann.
Als ich um 23.28 Uhr direkt nach dem Absenden des Posts meine Tasche greifen wollte, war sie dann also weg. Habe dann auch nicht mehr lange nutzlos rumgesucht, sondern lieber schnell noch einen Polizisten gefragt, wie man das mit der Anzeige macht, wenn man in vier Minuten auf den Zug muss. Antwort: “Kein Problem, das können Sie an jeder Polizeiwache in ganz Deutschland machen.” – “Ich wohne aber in der Schweiz.” – “Ja, das ist schlecht, dann können Sie gar nichts machen, da müssen sie halt nochmal nach Deutschland kommen.” – “Kann ich nicht morgen hier anrufen und fragen, ob das auch telefonisch geht?” – “Na gut, ich geb ihnen mal die Nummer” (Tonfall impliziert, dass das eher eine Ausnahme ist). Das verspricht noch interessant zu werden.
Etwas weniger spannend wird die Wiederbeschaffung. Erste Bestandsaufnahme: Alles wichtige hatte ich “auf Mann”, wie der Schweizer Militarist sagt, zwei Handys, u.a. das nagelneue LG Mobile Chocolate, Geld in beiden Währungen, Brieftasche, Digitalkamera etc. Und Laptop praktischerweise in der Hand mit vodafone-UMTS-Karte drin. Weg sind dagegen: Swisscom Mobile Unlimited 5-in-1, iPod nano, von Christina geliehener Laptop-Zweitakku, Ladegerät, diverse Kabel , ein sauberes T-Shirt für morgen, und, besonders tragisch, das nagelneue, noch verschweisste Buch Medienarbeit im Netz von Marcel Bernet, das ich schon auf der Hinfahrt lesen wollte, wobei ich The Art of the Start von Guy Kawasaki auch dabei hatte; keine Ahnung, warum ich immer denke, ich brauche für sowieso nur kurz lesen mindestens zwei Bücher und drei Spiegel-Ausgaben. Auch weg: Die ausgedruckte Fahrkarte, was den Nachtzug-Schaffner so überforderte, dass er nicht mal meinen Ausweis haben wollte, sondern meinte: “Das machen wir dann alles morgen früh.” Bin auch darauf gespannt.
Jedenfalls, germanblogs, 30 Blogs hin oder her, ich finde, bei der persönlichen Opferbereitschaft liegt Blogwerk schon mal 1:0 vorn.
Holtzbrinck bereitet irgendwas mit Blogs vor, das wusste man schon lange. Und auch Germanblogs gibt es schon einige Zeit, Robert Basic hat schon im März moniert, es sei ihm zu retortenmässig. Vielleicht deswegen hatte man auch bisher das Gefühl, zwischen der “etablierten” Bloggerszene und Germanblogs bestehen nicht allzuviel Querverbindungen.
Nun sind sie aus dem Busch gekommen. Haben eine Pressemitteilung gemacht, die heute im eMarket-Newsletter ist:
Holtzbrinck startet Germanblogs.de
Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck startet Germanblogs.de, das sich als themenorientiertes Experten-Blognetzwerk etablieren soll. Für die Konzeption und Umsetzung zeichnet das Medien- und Consulting-Unternehmen Boogie Medien verantwortlich. Zum Start verzeichnet das Medienangebot 30 Weblogs aus den Bereichen Gesellschaft, Leben, Unterhaltung, Metropolen, Sport und Technik. Die Blog-Beiträge stammen von engagierten ‘Experten’, die ohne die Hilfe einer Redaktion zu ihrem Thema bloggen. Neben den Beiträgen stellen die Autoren Linklisten und RSS-Feeds zusammen. Die Leser von Germanblogs.de sollen dann die Beiträge ergänzen.
30 Blogs, Donnerwetter, aber da wird es auch schwer, dass eine Redaktion da noch irgendwas coacht. In den USA gab und gibt es ja verschiedentlich die Diskussion, was ist besser, Masse (weblogs inc. mit rund 90 Blogs) oder Klasse (Gawker mit 15). Ich tendiere eher zu wenig.
Ein Intrablog haben sie auch gelauncht, womit sie aber nicht das meinen, wonach es klingt, sondern ein “Wir über uns”. Und in dem nehmen sie unter dem Titel Was ist germanblogs und wer steckt dahinter? auch kein Blatt vor den Mund, was sie sein wollen oder schon zu sein glauben:
Die erfolgreichsten Blog-Netzwerke gibt es bislang in den USA. ?WeblogsInc.? bildet dort mit fast 100 Blogs das stärkste Netzwerk. Aber auch in Europa starten Blog-Projekte erfolgreich. Dazu gehören beispielsweise blogo.it in Italien oder das spanische Blog-Netzwerk: weblogssl.com. germanblogs besetzt dieses Feld im deutschsprachigen Raum. Es schafft eine hochqualitative und authentische Informationsplattform für eine anspruchsvolle Zielgruppe.
Aha, “besetzt dieses Feld im deutschsprachigen Raum.” Thomas Gigold, liest Du das? Ich hatte wenigstens noch “hat sich zum Ziel gesetzt…” geschrieben; germanblogs ist schon am Ziel.
Mein Lieblingspost von heute: Die Top Ten der Diktatoren. Die Achtzigerjahrepostille “Tempo” lässt grüssen, falls sich noch jemand erinnert. Post ist nur abgeschrieben von parade.com, was keine Entschuldigung ist.
Das Rennen ist jedenfalls eröffnet. Schöne Grüsse aus Samba-Dortmund nach Stuttgart.
Das Thema “Wie kommt man noch an WM-Tickets?” scheint immer noch von grossem Interesse zu sein, auch für Privatradios. Durfte zwei Radio-Interviews machen für Antenne Koblenz und Radio LOTTE Weimar (super Name). Gut, ist noch nicht ganz SWR3, aber immerhin.
Als wäre die Leidensgeschichte unseres Podcast nicht schon lang genug…
Kurze Rückblende: Am 5. Mai habe ich den Telefon-/ADSL-Anschluss in unserem neuen Büro bei Swisscom Fixnet angemeldet. Das ging leider nicht online, sondern nur telefonisch, wenn man beides gleichzeitig machen will. Frau Bertsch war sehr freundlich. Sie riet mir, den Anschluss erstmal auf mich privat anzumelden, dann den HR-Auszug abzuwarten und dann den Vertrag umzuschreiben. Das habe ich auch genauso gemacht und den Vertrag letzte Woche zurückgeschickt, mit der Bitte, ihn umzuschreiben.
Nur war ich damit offenbar etwas zu langsam, oder Swisscom etwas zu schnell. Heute um 14.02 Uhr wurde der Anschluss abgeschaltet, weil der Vertrag nicht vorlag. Wir hatten bis nach 13 Uhr noch rumtelefoniert, und fanden es genau in dem Moment heraus, als wir unsere Reporter im Stadion anrufen wollten.
Nach viel hin und her ist die Leistung nun um 15.01 Uhr im CRM oder so jetzt wieder aktiviert. Frau B.N. vom FX-Callcenter schreibt: “Nun muss die Aktivation nur noch durchs System gehen (daran kann ich leider nichts mehr ändern).” Das dauert ihren Angaben zufolge “rund eineinhalb Stunden” – ha ha, genauso lange wie ein Fussballspiel.
Disclaimer: Swisscom Fixnet ist Kunde von Zeix. Ich bin Kunde von Swisscom Fixnet.
Update 1 um 15.10 Uhr: Ein Kränzchen gewunden für Swisscom Fixnet: Es läuft schon um wieder. Jetzt bin ich gespannt, was als nächstes schiefgeht…
Update 2: War ja nicht so schwer zu erraten. Manuel hat mit fast schon journalistischem Flair prima Fotos hochgeladen. Und sich dabei so verausgabt, dass schon etwa 15 Minuten nach Spielbeginn sein Akku leer ist. Ausserdem ist es schwierig, in so einem Stadion mit 50’000 Leuten per Handy zu telefonieren, GSM macht einfach nicht mit. Wir kommen erst beim zehnten Mal durch.
Dass jeder in fünf Minuten einen Blog aufsetzen kann, stimmt wohl. Bei einem Podcast sieht es derzeit noch etwas anders aus. Jedenfalls wenn man eine vernünftige Qualität will und etwas machen, von dem ich dachte, es sei ganz selbstverständlich: im Podcast jemanden anrufen. Wir haben es mit Skype probiert und mit einem anderen VoIP-Client, mit diversen Programmen und Settings etc. etc., aber immer hallte es, übersteuerte, die angerufene Person verstand uns nicht, wir sie nicht etc. Und wenn die Person noch im Stadion sitzt, wo im Hintergrund 50’000 Leute irgendwas brüllen, kann man auf der Technik nicht auch noch erschwerte Bedingungen gebrauchen…
Nach vier Tagen Basteln, Kauf eines Mikrofons und eines Mischpults, Umlöten eines alten Analog-Telefons beim Elektroniker und Support von diversen Experten haben wir nun einen Setup, mit dem wir für den Moment happy sind, sogar unsere schwer zufrieden zu stellende “Producerin” Christina.
Am Montag im WM-Blog werden wir also mit dem ersten Podcast von Togo-Schweiz live gehen. Diesmal haben wir auch sicher drei Reporter vor Ort, denn wir haben drei Tickets ersteigert und schicken Manuel, Sandro und Roman ins Rennen. Weitere sind willkommen, für Montag (Togo-Schweiz) und Dienstag (Ecuador-Deutschland).
Wir sind gespannt…
PS. Ach ja, letztes Mal hatte jemand gefragt, ob wir das Podcasting-Setup posten können, das machen wir gern bei neuerdings.com, aber erst, wenn wir wirklich live sind mit dem Ding, ist ja sonst albern.
Das Büro in St. Gallen hatte ich schon auf den 1. Mai gemietet. Und gleich allen möglichen Kram von zuhaus, der im weitesten Sinne etwas mit der neuen Firma zu tun haben könnte (oder mir dort seit meinem letzten Umzug im Weg stand, etwa eine Kiste mit einem Knäuel aus Modems, Mäusen, Headsets und diversen Kabeln – ITler wissen, wovon ich rede), dorthin geschleppt und irgendwo in die Ecke gestellt. Solange ich nur allein lethargisch dort rumhockte, kein Problem, aber seit wir jetzt zu dritt sind, schon ziemlich nervig, und in der täglichen Hektik kam ich auch nicht dazu, es mal zu sortieren. Dafür nutzten heute Christina und Roman die Gelegenheit, dass ich Zürich-Tag hatte, zum Aufräumen.
Und wow, als ich wiederkam, sah das Büro wie ausgewechselt aus: Nicht nur die Kisten sortiert, sondern auch Regale (D) bzw. Gestelle (CH) und Tisch aufgebaut, die neuen Computer aufgestellt, Kabel sauber gezogen, Kühlschrank nicht nur verschoben, sondern auch gefüllt – und sogar eine Blume gekauft. Und so kann Ronnie morgen früh kommen, ohne dass es uns peinlich sein muss, und wir sind morgen tatsächlich zu viert und haben jeder einen Arbeitsplatz. Ich bin begeistert. Danke.

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