Hurra, die Hardware ist da.
 
Peter Hogenkamp, 14. Juni 2006 um 11.59 Uhr, 4 Kommentare

Habe Backlog beim Firmentagebuch, wie man sieht. Das ist doof, denn das hindert einen, aktuelle Sachen zu posten. Werde also einfach ab sofort die chronologische Reihenfolge ignorieren (aber ein paar ausgewählte Geschichten der letzten Woche noch nachtragen).

Also, zur Sache: Die Hardware ist angekommen, wir freuen uns:

Christina hat den Podcasting-PC mit den beiden Monitoren (d.h. inkl. zweiter Grafikkarte) schon fast fertig aufgesetzt. Auf die Frage “Hast Du das schon mal gemacht?” gab sie die Antwort, die ich jedem Mitarbeiter, Praktikant oder fest, nur ans Herz legen kann: “Ich mach’s einfach.”

 

 
Blogwerk bloggt live vom WM-Eröffnungsspiel.
 
Peter Hogenkamp, 9. Juni 2006 um 16.45 Uhr, 4 Kommentare

Siehe http://wm.blogwerk.com/

Tom ist noch am Arbeiten ziemlich fertig…

Gruss aus München
Peter

 

 
Tag 7: 6. Juni 2006 – Infografik in mm
 
Peter Hogenkamp, 8. Juni 2006 um 5.56 Uhr, 4 Kommentare

Eigentlich altbekannt, aber immer noch faszinierend, dass man inzwischen alles, was per E-Mail auslieferbar ist, etwa Infografiken, über das Web einkaufen und irgendwo (wobei ich mich der Einfachheit halber auf den deutschsprachigen Raum beschränke) produzieren lassen kann. Schneller und günstiger als beim Grafiker vor Ort, dafür kann man die Qualität im Voraus nur schwer abschätzen. Fremden Leuten gegenüber habe ich ausserdem überhaupt keine Hemmungen, um 18 Uhr anzurufen und zu fragen, ob man es bis morgen früh haben kann. Hans Auer mit seiner Agentur “Der Auer” in Wien kommuniziert sogar so: “Alles ist möglich bis morgen früh”, schreibt er auf seiner Website. Und tatsächlich: Er bittet um einen Vorschlag bis 22 Uhr und schreibt, er beginnt damit um Mitternacht. Um ein Uhr skypen wir nochmal, irgendwann gehe ich ins Bett, und als ich aufstehe, ist die fertige Grafik geliefert. Nicht schlecht. Mit etwas mehr Zeit wäre es besser geworden, aber mit doppelt so viel Zeit sicher nicht doppelt so gut.

Mit einem der virtuellen Mitbewerber von Auer hatte ich am Tag vorher noch die beste E-Mail-Kommunikation des Jahres:

dazu bräuchte ich folgende informationen:

01.     wie groß soll die grafik sein?
02.     wo wird sie eingesetzt (print oder web)?
03.     bis wann soll sie fertig sein?
04.     welchen honorarrahmen haben sie?
       150x150mm, 4c, gelieferte daten -> 350 euro zzgl. mwst.

Bei Zeix haben wir zwar schon viele Infografiken gemacht, aber nie für Zeitungen. Ich kann daher mit der Angabe “150×150 mm” nicht viel anfangen und schreibe:

01. Wie gross? Keine Ahnung. Kann mir unter mm als Mass für sowas leider wenig vorstellen.

Antwort des Professors Stoll:

hallo herr hogenkamp,

“mm” ist eine gebräuchliche abkürzung für Millimeter
mehr dazu finden sie hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Millimeter

grüße. stoll.

Tja. Daraufhin fällt mir auch nichts mehr ein. Find’s aber gut, dass so einer Professor für Gestaltung und Medientheorie an der FH Augsburg ist, ich mag seinen didaktischen Ansatz…

 

 
Tag 5/6: 4./5. Juni 2006 – Pfingsten
 
Peter Hogenkamp, 8. Juni 2006 um 0.30 Uhr, 0 Kommentare

Zwei Tage frei bei übelstem Wetter in St. Gallen. Ich bin trotzdem einigermassen fleissig, mache Sheenshots und schreibe die zweiten Anleitung (Resale-Tickets) für den ticketblog. Die Texte sind kein Problem, aber diese vielen Bilder… Und im Gegensatz zu normaler Software kann man ja bei dem WM-Zeug auch nicht mal eben was “nachstellen”. Wenn man einen Schritt zu schiessen verpasst hat, ist der womöglich für den Rest der Nacht nicht reproduzierbar.

IM-Chats mit dem onlineaktivsten neuen Teammitglied. Er fragt mich jeden Abend ab, was ich heute geschafft habe. Ich begrüsse soviel Engagement, aber vielleicht wir wir in ein paar Rollenspielen nochmal unsere Aufgabenverteilung einüben… :-)

 

 
Tag 4: 3. Juni 2006 – Kühlschrank
 
Peter Hogenkamp, 7. Juni 2006 um 2.55 Uhr, 1 Kommentare

Vor dem Media Markt Konstanz steht ein grosser Lkw und verkauft Zeug direkte von der Rampe. Nur drei Produkte: Fernseher, MP3-Player und – Kühlschränke für 99 Euro. Wenn das kein Zeichen ist. Nehme ich gleich mit fürs Blogwerk-Büro, denn auch wenn die Kantine direkt nebenan ist, 2.60 für eine Cola ist zu teuer.

 

Geschleppt habe ich natürlich wieder allein. Zum Glück sind Kühlschränke nicht so schwer…

Mittags versuche ich mich wieder an WM-Tickets und mache 100 Screenshots zur Resale Phase. Mir graust’s davor, die alle aufzubereiten und in einen geschickten Post zu verpacken. Diese Schritt-für-Schritt-Anleitungen sind angenehm zu lesen, aber das Schreiben geht leider ziemlich Schritt-für-Schritt-für-Schritt-für-Schritt.

 

 
Tag 3: 2. Juni 2006 – Bewerbungsgespräche
 
Peter Hogenkamp, 7. Juni 2006 um 2.28 Uhr, 0 Kommentare

Rund ein Dutzend Leute haben sich per Mail gemeldet. Fünf kommen gleich am Freitag vorbei, mit der fünften mache ich den Termin per Mail, während ich mit der dritten spreche. Mit einer Pause zwischendurch mache ich Termine im Stundentakt. Ganz schöner Stress. Zum Glück bin ich in der Post direkt neben der Kantine und kann die Gespräche immer dort führen und nicht im noch leeren Büro.

Die Bewerber/innen sind gut bis sehr gut. Nicht alle haben Blog-Erfahrung, aber es sollen ja auch nicht alle bloggen. Jeder ist anders, interessiert sich für andere Sachen, hat andere Vorkenntnisse, natürlich, aber ich kann mir von jedem einen aktiven Beitrag zum Gelingen des Projekts vorstellen. Wir versuchen, spontan mit jedem einen Aufgabenbereich festzumachen – das ist noch etwas schwierig, zumal ich noch nicht alle gesehen habe. Nur einer will das klassische Vollzeitpraktikum machen, das mir ganz am Anfang vorgeschwebt war, die anderen Teilzeit mit verschiedenen Anstellungsgraden. Ich entscheide mich, aus den vermutlich am Ende zehn Gesprächen nicht zwei auszuwählen, sondern fünf oder sechs, dann zu schauen, was es an Aufgaben gibt und wie man die sinnvoll verteilen kann – das sind dann auch nur zweieinhalb Vollzeitstellen, und erfahrungsgemäss zeigt sich schnell, wer Spass hat und bleiben will und wer nicht.

Allen Interessenten gemeinsam: Bei einem Startup mitzuarbeiten, das erst drei Tage alt ist, finden sie spannend. Ich denke, das war es auch immer und wird es auch immer sein, allen Konjunkturzyklen dessen, wie hip es gerade ist (im Moment wieder hipper als zuletzt, aber noch nicht so wie 1998/99), zum Trotz.

Und dann meldet sich auch noch die SonntagsZeitung und will nächste Woche ein Interview. Auch nicht schlecht, in der zweiten Woche gleich Presse. Zugegeben, es hilft, wenn man ein Thema hat, das gerade Journalisten interessiert.

Nach dem sensationellen Erfolg des WM-Ticket-Postings bei neuerdings.com – über 12’000 Leser an einem Tag – entscheiden Tom und ich spontan, daraus einen Spinoff zu machen und ticketblog.de aufzusetzen.

Nächste Woche machen wir Kickoff mit dem neuen Team, das heute noch nicht ganz feststeht. Bin sehr gespannt. Schade, dass erstmal Pfingsten ist. Oder gut, denn etwas Pause tut vielleicht auch ganz gut.

 

 
Tag 2: 1. Juni 2006 – die “Konkurrenz” entdeckt Blogwerk
 
Peter Hogenkamp, 6. Juni 2006 um 9.23 Uhr, 5 Kommentare

Irgendwie muss ich mich noch daran gewöhnen, dass jetzt alles vernetzt ist, auch wenn es eigentlich eine triviale Erkenntnis ist. Ich hatte immer gedacht, ich schreibe erst an der HSG aus und suche einen oder zwei Praktikanten, und dann schreibe ich im Blog aus und suche Blogger. Aber natürlich gibt es auch Blogger an der HSG, und natürlich bloggt einer von ihnen über das Stelleninserat, das wiederum zitiert ein prominenter CH-Blogger, der offenbar auch in Deutschland gelesen wird, und schon macht sich ein anderer Blognetzwerker lustig, was wir denn überhaupt für eine komische Firma wären, noch gar kein eigenes Blog (später korrigiert in 1), noch keine eigene Website, aber schon eine grosse Lippe haben (im Stelleninserat). Da hat er ein bisschen recht, denn der Text war natürlich geschrieben, um HSG-Praktikanten anzuziehen, die ja sonst alle zu McKinsey oder nach Hongkong gehen würden; hier im Blog hätte ich es wohl anders formuliert. Aber eben, online ja jetzt alles eins.

Ich maile dem Auto ein paar Zeilen mit Smilie, und dass ich mich freuen würde, ihn mal kennenzulernen. Keine Antwort. Na ja, vielleicht ist er einfach busy.

In meiner Wahrnehmung sind wir jedenfalls keine Konkurrenten. Spreeblick kenne ich natürlich (auch Euch herzliche Glückwünsche zum Grimmepreis!) und finde es super, habe neulich nachts etwa zehn Folgen Toni Mahoni am Stück geschaut. Unglaublich cool, muss mir jetzt doch einen Video-iPod kaufen, und wenn’s nur dafür ist.

Aber wenn im Moment 4% der Online-Population Blogs lesen und wir annehmen, dass das in zwei Jahren mal 50% sein werden, haben wir alle zusammen noch soviel Luft nach oben, dass man lieber zusammenspannen sollte und schauen, wie man auf die 50% kommt. Ich hoffe jedenfalls, dass Johnny Häusler meinem (baldigen) Werben für ein Treffen aufgeschlossen gegenüber stehen wird. :-)

Auch noch Donnerstag: Ob es an den Blog-Posts liegt oder einfach 24 Stunden Latenz brauchte, weiss ich nicht, aber die Bewerbungen trudeln ein. Super Leute dabei. Ich mache für Freitag gleich fünf Termine ab.

 

 
Tag 1: 31. Mai 2006 – neue Firma und neuer Mitstreiter am selben Tag
 
Peter Hogenkamp, 4. Juni 2006 um 12.39 Uhr, 4 Kommentare

Aus Gewohnheit schaue ich morgens wieder online beim Handelsregisteramt nach. Ich erwarte “Ihre Suche nach Blogwerk ergab 0 Treffer”, wie immer. Ich suche immer danach nach “Zeix”, um zu sehen, ob die Datenbankabfrage auch wirklich läuft. Nun sind es schon fast zwei Wochen, was ich unglaublich lang finde. Eigentlich überlege ich nur noch, ab wann man nachfragen kann, ohne unhöflich zu sein.

Doch siehe da, heute ist es soweit: Die Blogwerk AG existiert. Grosse Euphoriewelle. Ich rufe sofort Frau Grof bei der ZKB an, berichte ihr die gute Nachricht und maile ihr den Link. Das reicht ihr schon, um mir die Unterlagen für die Kontoeröffnung zu schicken. (Hatte vorher schon zweimal gefragt, ob man das Konto wohl schon mal eröffnen kann, damit es dann nach der Eintragung schneller geht, aber half nichts.)

Aus einer spontanen Eingebung heraus maile ich BloggingTom (den ich erst an der Orbit-iEX persönlich kennen gelernt hatte), ob er Lust hat, mich mal auf einen Kaffee zu treffen. Er antwortet sofort, er sei am Nachmittag sowieso in Zürich und könnte um 14 Uhr vorbeikommen. Ich verschiebe meinen kollidierenden Termin um eine Stunde. Ich erzähle ihm von Blogwerk und zeige ihm stolz mein PDF mit dem winzig kleinen HR-Auszug. Er ist sofort Feuer und Flamme mitzumachen. Ich wusste gar nicht, dass er neben BloggingTom auch noch Travelblogger macht. Er hatte sich auch immer schon überlegt, das Bloggen irgendwie zu professionalisieren, wusste aber nicht wie. Wir wälzen diverse Ideen; leider werden wir nach einer Stunde von meinem verschobenen Termin rausgerissen. Tom fährt wieder nach Hause, ich maile ihm Zugangsdaten, er fängt sofort an zu basteln. Solche Leute braucht man!

Wow. Zwei Sachen sind an einem Tag passiert. Das Tempo zieht an… :-)

 

 
Tag 0: UMTS statt ADSL
 
Peter Hogenkamp, 4. Juni 2006 um 12.20 Uhr, 0 Kommentare

(Der Tag 0 kommt nicht genau vor dem Tag 1, aber was soll’s. Es geht um die Phase zwischen Gründung und HR-Eintrag.)

An einem späten Sonntagabend habe ich einen schweren Holzschreibtisch (schon einige Jahrzehnte alt, vorher bei Zeix, davor beim Kanton Zürich im Einsatz) von zu Hause ins St. Galler Büro geschleppt. Seit wir bei Zeix dienstbare Geister wie Stefano haben, habe ich ganz vergessen, wieviel Firmengründung mit Schleppen zu tun hat; im Jahr 2000 haben wir den ganzen Sommer lang nur Möbel durch die Gegend geschleppt, sobald es irgendwo etwas günstig gab.

Am Montag, dem 22. Mai, sitze das erste Mal im neuen Büro. Die Infrastruktur könnte frustrierender nicht sein:

  • Der ISDN-Telefonanschluss ist gelegt, aber ich weiss nicht, wo mein ISDN-Telefon ist, das ist beim letzten Umzug im August in irgendeine Kiste gepackt habe.
  • Das ADSL-Signal ist aufgeschaltet, das Passwort per Brief eingetroffen, aber das bestellte ADSL-Modem bisher nicht geliefert worden.
  • Ich bin also den ganzen Tag mit UMTS online und übertrage erstmals über 50 MB an einem Tag. Das ist zwar auch einigermassen schnell, aber auf die Dauer doch sehr ermüdend, vor allem die Latenzzeiten (ab dem Klick bis Daten kommen) sind viel länger als bei DSL, was einem erst jetzt richtig auffällt.
  • Ich habe einen ehemaligen Zeix-Drucker mitgebracht (Treiber ist schon installiert) und denke, auf dem kann ich per USB drucken. Aus irgendeinem komischen Grund ist das ganz kompliziert, es fehlt ein Treiber aus der Windows-Installation; nach einer Stunde Probieren ist es mir zu doof, weil der Drucker ja sowieso bald am Netz hängt.
  • Ich habe noch einen zweiten alten Medion-PC mit, aber kein Schweizer Stromkabel, sondern nur ein deutsches und keinen Adapter.

Eine Woche später, 29. Mai, habe ich den zweiten St. Galler Bürotag. Das bestellte ADSL-Modem ist immer noch nicht da, aber inzwischen habe eins aus Zürich mitgebracht. Wie anders doch die Welt gleich aussieht, wenn man eine schnelle Internetleitung hat. Am Abend fahre ich nochmal ins Büro. Ich will endlich mal die Stellenanzeige an der HSG für einen oder zwei Praktikant(innen) schalten. Ich bin nicht sicher, ob jemand Lust auf eine Firma hat, die noch gar nicht existiert, aber einen Versuch ist es wert, obwohl es 130 Franken kostet.

Dabei fällt mir auf, dass ich die Frage nach dem Blogwerk-Logo auch bisher vor mir hergeschoben habe – deswegen gibt es auch noch keinen Blogwerk-Blog. Soll ich wieder eine Grafikerin anheuern, wie bei dem neuerdings-Header? Oder selbst basteln? Ich entscheide mich für erstmal basteln und in zwei Monaten weitersehen. Um zwölf Uhr rufe ich meinen Freund Hardy wegen Feedback zu einigen Entwürfen an. Zu meiner Freude findet er die gleiche Variante wie ich am besten. Das reicht also mal für eine Ausschreibung, die ja ohnehin nur HSGler lesen werden. Um drei Uhr schicke ich die Stellenanzeige ab und gehe nach Hause. Schon praktisch, wieder nur fünf Minuten nach Hause zu brauchen und nicht mehr 1:40 h (Tür zu Tür mit öV) wie von Zeix nach St. Gallen. Ich versöhne mich langsam mit dem neuen Standort.

 

 
Die Zeit vor dem Tag 0
 
Peter Hogenkamp, 4. Juni 2006 um 11.46 Uhr, 0 Kommentare

November 2005

: Andreas Göldi und Peter Hogenkamp, der eine kurz vor Beginn seines Sabbaticals, der andere kurz vor dem Ende, bloggen fleissig vor sich hin. In einem Google-Talk-Fenster entsteht die Idee eines deutschsprachigen Blog-Netzwerks.

Januar 2006: Andreas ist auf Weltreise, Peter wieder bei Zeix. Man weiss noch nicht genau, ob und wie es weitergehen soll, zumal Andreas demnächst nach Boston gehen wird.

Februar 2006: Ein Workshop in Zürich mit den Machern der Riesenmaschine aus Berlin (herzlichen aktuellen Glückwunsch zum Grimme Award!) bringt etwa 25 Ideen für mögliche Blogthemen, aber immer noch keine Entscheidung, ob wir es nun überhaupt machen oder nicht.

März 2006: Sechs Tage vor der CeBIT die Entscheidung – wieder in Google Talk – für einen Pilotblog. Zum Thema Gadgets wollen wir live von der CeBIT berichten, wie es die Kollegen von engadget jeweils vormachen (nur aus Ressourcengründen etwas bescheidener). Übers Wochenende vom 4./.5. hektisches Suchen nach einem Domainnamen. Beinahe die absurd hohe Forderungen von einem Domaingrabber akzeptiert. Dann doch noch die zündende Idee selbst bzw. in der Familie gehabt: neuerdings.com. Am ersten Tag der CeBIT 2000 Blog-Besucher, in der ganzen Woche rund 20000. Der Pilot ist geglückt.

April 2006: Wir sind gut beschäftigt mit anderen Sachen. neuerdings.com hat immerhin 1000 Leser am Tag, auch wenn wir weniger posten als wir eigentlich wollen.

Mai 2006

Die Abreise von Andreas in die USA am folgenden Montag gibt den letztmöglichen Termin für die Gründungsversammlung: Freitag 12. Mai 2006. Die Entscheidung für den Firmennamen fällt auch wieder nach Verfügbarkeit der Domains: Blogwerk AG mit blogwerk.com. (Es gibt einen deutschen Blog unter blogwerk.de, aber der wird sich hoffentlich nicht allzu bedrängt durch uns fühlen.) Wir unterzeichnen die Gründungsurkunde für die Gesellschaft mit drei Aktionären: Peter Hogenkamp, Andreas Göldi und die Zeix AG. Danach ist erstmal die Messe Orbit-iEX, die viel Aufmerksamkeit braucht.

Alle Dokumente gehen ans Handelsregisteramt. Eine Firma beginnt erst zu existieren mit der Veröffentlichung im Schweizer Handelsamtsblatt. Die Zeit zwischen Gründung und Eintrag ist mühsam: Man will beginnen, aber wo immer man hinkommt und etwas einrichten will (Telefonanschluss mit Internetzugang, Postfach, Bankkonto etc.) wollen bei Firmenkunden alle einen Handelsregisterauszug sehen, den es aber noch nicht gibt.

Die Hälfte schaffen wir trotzdem schon, mit Überreden und/oder privat oder auf Zeix anmelden. Auch ein kleines Büro (offizieller Firmensitz ist gemeinsam mit Zeix in 8004 Zürich) in der St. Galler Hauptpost zu mieten, wo die Post einige ehemalige Schulungsräume an externe vermietet. Die Firma existiert noch nicht, hat auch noch keine Website und gar nichts, aber trotzdem schon zwei Standorte…

Wir checken trotzdem weiter täglich die entsprechenden Websites, wann der Eintrag ins Handelsregister endlich erfolgt ist. Eine eher nervige Phase.